Die Zahl der auf dem Arbeitsmarkt verfügbaren Arbeitskräfte (Erwerbspersonen) wird nach der Prognose bis zum Jahr 2030 um 2,9 Millionen zurückgehen.

inquira

Arbeitsmarktprognose bis 2030 unter Zugrundelegung aller zu erwartenden Fortschritte bei der Fachkräftesicherung :

• die Zahl der Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Erwerbslose) wird um 2,9 Mio. auf 40,8 Mio. sinken.
• die Zahl der Erwerbstätigen wird um 1,4 Mio. auf 39,2 Mio. zurückgehen.
• die Zahl der Erwerbslosen wird um 1,4 Mio. auf 1,7 Mio. Personen sinken.
• das reale BIP wird um durchschnittlich 1,5 % jährlich wachsen.

Es werden drei Millionen neuen Arbeitsplätze für Hochschulabsolventen entstehen, wovon 1,3 Millionen auf Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler/-innen entfallen. Management und Finanzen werden die zentralen Kompetenzen in den wirtschaftsorientierten Berufen sein. Ein deutlicher Anstieg der Beschäftigten-zahlen wird auch für die Fachgebiete Mathematik und Naturwissenschaften erwartet. Die Zahl der Ingenieurwissenschaftler/-innen wird nach der Prognose hingegen nur wenig steigen.

Alleine unter Berücksichtigung der Nachfrage, die durch Berufswechsel oder das Ausscheiden von Beschäftigten in die Nicht-Erwerbstätigkeit entsteht, werden nach den Berechnungen in jedem Jahr rund sieben Millionen Arbeitskräfte gebraucht.

Die Zahl junger Leute wird deutlich zurückgehen, wie auch die Generation im mittleren Alter. Die Zahl der Älteren wird hingegen deutlich zunehmen. Der Altersdurchschnitt der Beschäftigten steigt, es werden Strategien und Möglichkeiten entwickelt, die das vorzeitige Ausscheiden von Fachkräften vor dem Rentenalter reduzieren, auch ist damit zu rechnen, dass es Möglichkeiten geben wird, diese auch über das jetzige Rentenalter hinaus noch im Unternehmen zu beschäftigen.

Es entsteht den Fakten zufolge eine enorme Lücke zwischen der Anzahl der benötigten und der der zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte, die zu füllen ist. Strategien zur Gewinnung müssen entwickelt werden, der damit verbundene Aufwand steigt auch, weil zugleich auch die Erwartungen an die Bewerberqualität steigen.

(Quelle: Arbeitsmarktprognose 2020, Bundesministerium für Arbeit und Soziales)